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Reinhard Junge
Nach Werner Schmitz und dem Criminale Interview mit Conny Lens freuten wir uns auf den dritten Urvater des deutschen Regional-Krimis. Reinhard Junge . Berühmt geworden mit seinem Roman „Das Eckel von Datteln“
Aber auch seine Lebensgeschichte ist ungemein spannend. Berufsverbot in der Zeit des blutigen Herbstes 1977, starke Interventionen der Wattenscheider, die ihn ins Klassenzimmer zurückbrachten.
Heute erscheinen die Alt 68?r wie ein Relikt der „guten alten“ Zeit. Daher war das Gespräch mit Reinhard Junge nicht nur wegen seiner Krimis interessant, sondern natürlich stand der Mensch Reinhard Junge im Vordergrund.
BIOGRAPHIE: * 22. 10. 1946 in Dortmund.
Reinhard Junge lebt im Ruhrgebiet und arbeitet dort als Lehrer. Seine ersten Buchveröffentlichungen liegen mittlerweile mehr als zehn Jahre zurück. Nachdem er 1978 gemeinsam mit dem Journalisten Jürgen Pomorin zwei Reportagen-Sachbücher über DIE NEONAZIS (I und II) veröffentlicht hatte, folgte 1980 der Tatsachenbericht BLUTIGE SPUREN - DER ZWEITE AUFSTIEG DER SS. Bei den Recherchen zu beiden Titeln bedienten sich Reinhard Junge und seine Kollegen mitunter der Strategie des "under cover"-Journalismus, indem sie sich für einige Zeit den Organisationen, an denen sie interessiert waren, als vorgebliche Gesinnungsgenossen annäherten.
Sein Debüt als Krimi-Autor gab Reinhard Junge mit dem Roman KLASSENFAHRT (1985), es folgte 1986 BONNER ROULETTE, den Junge gemeinsam mit Leo P. Ard schrieb. BONNER ROULETTE behandelt in bester Thriller-Manier, politisch und engagiert, eine Geiselnahme in der Dortmunder Spielbank und die Reaktionen von Regierung und Sicherheitsbehörden. In der sogenannten "Ekel"-Trilogie mit den Romanen DAS EKEL VON DATTELN, DAS EKEL SCHLÄGT ZURÜCK und DIE WAFFEN DES EKELS entfachten Junge und sein Co-Autor Leo P. Ard alias Jürgen Pomorin in Datteln und Umgebung mehrere Provinzskandale, weil sie lokale und regionale Politiker als handelnde Figuren in ihre Kriminalgeschichten eingebaut hatten. In den folgenden Romanen, die Reinhard Junge ab STRASSENFEST ohne Leo P. Ard verfasste, wird das in den EKEL-Romanen eingeführte Protagonistenteam der "Videoproduktion PEGASUS" weitergeführt.
KRIMINALROMANE: J-A = Reinhard Junge und Leo P. Ard (d.i. Pomorin, Jürgen) 1985 Klassenfahrt, Weltkreis, OA (Neu Grafit Verlag, Dortmund) 1987 J-A: Bonner Roulette, Weltkreis OA (Neu grafit Verlag) 1988 J-A: Das Ekel von Datteln, Pahl-Rugenstein, OA (Neu Grafit) 1990 J-A: Das Ekel schlägt zurück, Grafit Vlg OA 1991 J-A: Die Waffen des Ekels, Grafit Vlg, OA 1992 J-A: Meine Niere, deine Niere, Grafit Verlag, OA 1994 J-A: Der Witwenschüttler, grafit krimi, OA 1996 Totes Kreuz, Grafit Krimi 70 OA 1998 Strassenfest, Grafit Krimi 213 OA 2002 Glatzenschnitt, Grafit-Krimi 257, OA
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