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Reiner M. Sowa
Wir trafen Reiner M. Sowa das erste Mal auf der Criminale 2005, während der berühmten „nächtlichen Hotelbartreffen“. Für uns war sofort klar, dass wir ihn in eine der nächsten Sendungen einladen würden. Dann klappte es schon in der Septembersendung.
Rainer Sowa, ehemaliger Polizist, hat eine durchaus ungewöhnliche Art- und Weise seine Krimis zu gestalten. Sein Held ist ein Bestatter, denn so sein Credo: „ Der Letzte, der mit der Leiche zu tun hat, ist der Bestatter.“
Und egal ob „ Ein Bestatter fährt zur Hölle“ oder „ Ein Bestatter in dunkler Vergangenheit“, Sowa besticht durch ein starkes Plot und eine intensive Erzählweise.
Übrigens, Sowa gibt’s auch französisch.
Reiner M. Sowa, geboren am 17. Januar 1959, lebt mit Frau und zwei Kindern im Bergischen Land. Zum Schreiben zieht er sich auf ein einsames Fleckchen Erde am Golfe du Lion zurück.
Studium und Polizei: Nach Studium der Verwaltungswissenschaften sowie parallelem Jura-Grundstudium an der Universität Köln begann seine Kommissars-Laufbahn bei der Polizei als Drogenfahnder und Todesermittler. Später lehrte der Dipl.-Verwaltungswirt Kriminalistik und Strafrecht an polizeilichen Bildungsinstituten sowie der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.
Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990 bescherte ihm die Aufgabe, Lehrpersonal für das Polizei-Ausbildungsinstitut im Bundesland Brandenburg aus- und fortzubilden.
Er reformierte als Mitglied einer Arbeitsgruppe die polizeiliche Ausbildung in Nordrhein-Westfalen.
Im Auftrag der United Nations errichtete der Kriminalhauptkommissar in Sarajewo eine Polizeiakademie. Als Vorgesetzter der Berater für die Innenminister der kroatisch-bosnischen Föderation engagierte er sich für den Aufbau einer demokratischen Polizei nach internationalen Standards in Bosnien-Herzegovina.
Das „United States Department of Justice” bildete ihn zum “Human Dignity Instructor” fort.
Seine besonderen Kenntnisse setzte er auch in Referententätigkeiten beim Bundesgrenzschutz sowie in der Ausbildung von Sicherheitsfachkräften der freien Wirtschaft ein.
Schriftstellerische Stationen: Seit 1985 wirkt Reiner M. Sowa als Autor kriminalistischer Literatur. Es erschienen Fachbücher und -artikel aus seiner Feder. Bei seinen späteren fiktionalen Werken konnte er aus seiner beruflichen Erfahrung schöpfen, die ihn auf die Idee brachte, einen Bestatter als Protagonisten eines Romans zu entwickeln.
Dazu Reiner Sowa: "Bereits während des Studiums durfte ich in einem Kommissariat tätig sein, das auch für Todesermittlungen zuständig war. Wir wurden damals zu einem Leichenfund gerufen, eine ältere Frau lag auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers, neben ihr eine Blutlache. Der Kriminalbeamte, der mich in die Materie einwies, hatte sehr schnell den Ablauf rekonstruiert, aber bei der Leichenschau ein wesentliches Merkmal nicht beachtet. Der Bestatter gab den entscheidenden Hinweis, als er die Verstorbene auf die Bahre hob: Gucken Sie sich das mal an! Da stimmt doch etwas nicht. Die Tote wurde daraufhin obduziert, was wohl nicht geschehen wäre, wenn der Bestatter nicht reagiert hätte."
Aber nicht nur Berufliches brachte ihn mit einem Bestatter in Kontakt. Als seine Eltern starben, lernte der Kriminalist den Bestatter Fritz Roth kennen, dessen Trauerphilosophie ihn mehr und mehr faszinierte, so dass er im Laufe der Jahre auch an Workshops und Seminaren der Privaten Trauerakademie Fritz Roth teilnahm
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