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Nach den Highlights des letzten Jahres, freuen wir uns, dass es uns gelungen ist einen weiteren großen Autor im Februar begrüßen zu dürfen.
ER hat mit Erfolg in allen Genres, die das Thema deutscher Krimi umfasst, gearbeitet und sich etabliert. Vom Krimi über den Kinderkrimi hin zum Hörspiel und zum Drehbuch. Sein Name ist dadurch zum Synonym für Spannung und Nervenkitzel geworden. Michael Molsner.
„Lass dich von seinem Äußeren nicht täuschen. Er wirkt zwar cool, der er ist wirklich sensibel,“ gab mir Silvia Kaffke bei der Vorbereitung mit auf den Weg.
Ich bin eh davon überzeugt, dass Kreativität und Sensibilität einander bedingen, aber sicherlich für uns ein weiterer Grund uns auf unseren Gast zu freuen.
Heike wird das Gespräch im übrigen eröffnen, mit einer Frage die ebenso so simpel wie tiefsinnig ist: „Herr Molsner, warum schreiben Sie ?“
Ein prima Opener für einen interessanten Abend mit einem tollen Gast.
Das schreibt das Lexikon der deutschen Krimiautoren
BIOGRAPHIE: * 23. 4. 1939 in Stuttgart
Michael Molsner, Sohn eines Schriftstellers und einer Journalistin, wuchs in Allenstein (Ostpreußen), Aalen und München auf. Er studierte zwei Semester Germanistik und Anglistik in Heidelberg und begann dann als Gerichtsreporter und freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten. Volontariat in Aalen und anschließend Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem auch kurze Zeit für KRISTALL, Hamburg. Er schrieb, ("wann immer ich Geld brauchte") unter dem Pseudonym "Robert Cameron" und den Sammelspeudonymen "Bill Alamo" und "John Drake" Heftromane. Er verfaßte auch ein Kinderbuch und schließlich eine Reihe von Kriminalhörspielen und Kriminalromanen, die zunächst in der rororo-thriller-Reihe erschienen, wo er sich mit dem Herausgeber Richard K. Flesch wegen des Manuskriptes zu ROTE MESSE überwarf.
Sein TATORT-Film "Tote brauchen keine Wohnung" aus dem Jahr 1974, den Wolfgang Staudte für den Bayerischen Rundfunk inszenierte, galt lange als "der verschwundene TATORT" der ARD, weil er nach der Erstsendung wegen angeblicher "Linkslastigkeit" mit einem Sperrvermerk versehen wurde, der bis ins Jahr 1992 eine Wiederausstrahlung verhinderte. In seinen Kriminalromanen verwertet Molsner oft Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Reporter - ohne Anlehnung an reale Fälle, aber doch gelegentlich von ihnen inspiriert.
Molsner sieht in seinen Kriminalromanen nicht escape-Literatur, sondern eine literarische Form, in der sozialkritisches Engagement transportiert werden kann. Seine Fähigkeit, stets aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu antizipieren und zu spannenden Geschichten zu formen, die auch noch Jahre nach ihrem ersten Erscheinen einen tiefenscharfen Einblick in gesellschaftliche Bewußtseinszustände ermöglichen, machten Molsner zu einer feststehenden Größe im "neuen deutschen Kriminalroman"; seine formalen und inhaltlichen Impulse haben das Genre in Deutschland entscheidend geprägt.
In den vergangenen Jahren entwickelte und schrieb Molsner zwei Roman-Serien - "Die Euro-Ermittler" und "Global-Agenten", in denen er sich einerseits mit Themen der Wirtschafts- und Staatskriminalität (Euro-Ermittler) und andererseits mit aktuellen politischen Szenarien aus Europa, dem Balkan und dem Nahen Osten befaßte.
Für seine Erzählung "Ein Unfall wegen Fatima" erhielt er 1978 den Anerkennungspreis der Kelheimer Werkstatt. Für seinen Romane EURO-ERMITTELR: DER ERMORDETE ENGEL erhielt er den DEUTSCHEN KRIMI PREIS 1987 (3. Platz), im Jahr darauf wurde er wiederum für einen Euro-Ermittler-Roman ausgezeichnet: UNTERNEHMEN COUNTER FORCE erhielt 1988 den DEUTSCHEN KRIMI PREIS (3. Platz). 1989 wurde er mit dem Zweiten Preis des DEUTSCHEN KRIMI-PREISES für DIE EHRE EINER OFFIZIERSFRAU und EURO-ERMITTLER - URIANS SPUR ausgezeichnet. 1998 erhielt er als Würdigung seines Lebenswerkes den "Ehrenglauser" der Autorengruppe deutsche Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT.
Romane: Wege der Vorsehung (OA, 1996 ). Um alles in der Welt (OA, 2001).
Kriminalromane: Und dann hab ich geschossen (OA, 1968); dass., 2. Aufl. (1974); dass., NA (1979); dass., 3. Aufl. (1988); Harakiri einer Führungskraft (OA, 1969); dass., NA (1980); dass., 2. Aufl. (1982); Das zweite Geständnis des Leo Koczyk (OA, 1979); dass., 2. Aufl. (1984); Tote brauchen keine Wohnung (OA, 1980); Eine kleine Kraft (OA, 1980); dass. unter dem Titel Der schwarze Faktor (NA, 1987); dass., NA (1994); Wie eine reißende Bestie (gemeins. mit: Ein bi?chen Spaß; OA, 1981); Die Schattenrose (OA, 1982); tschech. ðbers.: St?n lotosov‚ho kvetu (1986); dass., 2. Aufl. (1987); Ausstieg eines Dealers (OA, 1982); Rote Messe (OA, 1983); dass., NA (1980); dass., 2. Aufl. (1987); Mit unvorstellbarer Brutalität (gemeins. mit: Der weiße Kittel; OA, 1984); Euro-Ermittler: Der Castillo-Coup (OA, 1985); dass., NA (1989); Euro-Ermittler: Gefährliche Texte (OA, 1985); Euro-Ermittler: Unternehmen Counter Force (OA, 1986); Euro-Ermittler: Der ermordete Engel (OA, 1986); Euro-Ermittler: Urians Spur (OA, 1988); Die Eroberung der Villa Hammerschmidt (OA, 1989); Die verbrannte Quelle (OA, 1990); Euro-Ermittler: Bingo für Bozen (OA, 1989); Euro-Ermittler: Dame ohne Durchblick (OA, 1990); Der trojanische Maulwurf (OA, 1990); Der Schrei des toten Kämpfers (OA, 1990); Die Option des Schläfers (OA, 1991); Die Ehre einer Offiziersfrau (OA, 1988); dass., NA (1993); Verschollen in der Honigfalle (OA, 1991); Die Strategie des Beraters (OA, 1992); Ermittlungen gegen Zeus (OA, 1992); Spot auf den Tod (OA, 1997). Starker Zauber (OA 2004)
Jugend-Romane: Oli Bär Gwahma (OA, 1979); dass., NA (1974); Auf der Suche nach dem Südland (OA, 1979); Disco Love (OA, 1987); dass., 2. Aufl. (1988); Rettet den Fleck (OA, 1989); Der entgleiste Zug (OA, 1991); dass., NA (gemeins. mit Das Gesetz der Rache; 1992); Das Gesetz der Rache (OA, 1992); dass., NA (gemeins. mit Der entgleiste Zug; 1992); Der Sohn der Zeugin (OA, 1995); Terror im Maghreb (OA, 1996); Menschenhandel in Prag (OA, 1997); Hetzjagd nach Eilat (OA, 1997).
Kriminalerzählungen: Ich habe alles gesehen (1976); Ein Unfall wegen Fatima (1979); Etwas ganz Schlimmes (1983); Und willst du nicht mein Bruder sein (1984); Eine Stimme am Telefon (1986); Eine Falle für den Profi (1987); Kräcks Kummer (1988); Die Euro-Ermittler: Tod eines Kunstfreundes (1988); Sandras Glück (1988); Der Resident (1995); Post aus der Kiste (1996); Der Mord an Olof Palme (1998).
Jugend-Erzählungen: Ein Unfall wegen Fatima (1979); Ich habe alles gesehen (1976).
Sammelbände/Werkausgaben: Das zweite Geständnis des Leo Koczyk (gemeins. mit Tote brauchen keine Wohnung sowie Und dann habe ich geschossen; 1984); Die Schattenrose (gemeins. mit Wie eine reißende Bestie sowie Rote Messe; 1987); Die Eroberung der Villa Hammerschmidt (gemeins. mit Die verbrannte Quelle; 1992).
Kriminalhörspiele: Gold unterm Sakko (1970); Wie eine reißende Bestie (1972); Ein bißchen Spaß (1972); Der weiße Kittel (1973); Geständnis ohne Wert (1973); Das zweite Geständnis des Leo Koczyk (1974); Mit unvorstellbarer Brutalität (1975); Etwas ganz Schlimmes (1977); Die Schattenrose (Zweiteiler; 1984); Ausbruch eines Killers (1985); Eine Falle für den Profi (1986); Und dann habe ich geschossen (1986); Dr. Faustus trifft Philip Marlowe in Los Angeles (1989); Straßen des Geldes (1994); Schwarze Hochzeit (1995); Jeder auf eigenes Risiko (1998).
Drehbücher Fernsehen: Tatort: Tote brauchen keine Wohnung (1973); Tatort: Das zweite Geständnis (1975); Großstadtrevier: Dame in Not (1988); Großstadtrevier: Sonntagsfrühstück (1989); Peter Strohm: 50 Millionen in kleinen Scheinen (1991); Der Castillo-Coup (gemeins. mit Gaby Kubach; 1991); Wie würden Sie entscheiden?: Zahlreiche Beiträge; Es muß nicht immer Mord sein: Zwei Prozent von zehn Millionen; Oh du fröhliche, Weihnachtskomödie; Stahlnetz: PSI (Idee und Rohdrehbuch).
Schallplatten/Cassetten/CDs: (Cass.): Eine Falle für den Profi (1992); Straßen des Geldes (1994); Schwarze Hochzeit (1996).
Essays/Aufsätze: Daß ich dich besser hassen kann (1972); Von uns aus gesehen (1976); Die Obszönität der Fakten (1978); Die Trivialität der Träume (1985); Dem Mörder auf der Spur (1986); Chandler & Co. (1986); Dr. Faustus verpaßt Marlowe in Los Angeles (1988); Der nicht-gemeine Mann (1996); Eine Kraft, eine Macht, eine Festung (1996). Die Geburt des deutschsprachigen Kriminalromans aus dem Geist Schwabings (2003). Global Players: Clint und Delon (2004.
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