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F.G.Klimmek, Wie die Fliegen
Karl-Heinz Schmidt ist Frührentner, übergewichtig und ein echter Misanthrop. Angezogen von der holländischen Lebensart, vertreten durch Heineken und Jenever, verbringt er einen guten Teil des Jahres in einem kleinen Ort am Meer. Mit der Ruhe ist es vorbei, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird. Nachdem noch andere Leute aus seinem Umfeld sterben „wie die Fliegen“, siegt die Neugier über seine Lethargie und er fängt an zu ermitteln. Dabei ist ihm so viel Erfolg beschieden, dass er lange Zeit davon zehren kann.
Hier stimmt einfach alles:
Die kompakte Story mit ihren Wurzeln in der Vergangenheit ist schnörkellos erzählt ohne dabei leicht zu durchschauen zu sein. Das holländische Lokalkolorit, welches genaue Kenntnisse der Mentalität unseres Nachbarvolkes verrät (als Beispiel betrachte man die Schilderung der weiblichen Physionomie). Der zynische Held in der Tradition amerikanischer Ermittler im Stil eines in die Jahre gekommenen Marlowe, der mit allerlei Zipperlein und seinem inneren Schweinehund zu kämpfen hat. Aber vor allem die Sprache ist pures Vergnügen. Klimmek schafft es, mit der Beschreibung der holländischen Landschaft ebenso zu fesseln wie mit der Schilderung der Tötung von zwei Killern. Sein Karl-Heinz Schmidt kommentiert das Geschehen mit filmreifem Zynismus und wir freuen uns auf jeder Seite über ein weiteres Bonmot.Und dann der Schluß; endlich einmal ein Schluß, der den Leser zufriedenstellt, weil sich Verbrechen doch manchmal auszahlen, wenn auch nicht nicht für den Täter.
****** KBV Verlag Hillesheim 9,50 Euro
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Friedrich Gerhard Klimmek.
Rechtsanwalt und Herpetologe.
Einer der ganz starken Krimiautoren aus dem Revier
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F.G.Klimmek : Schnee von Gestern
Der Frührentner Karl-Heinz Schmidt lebt immer noch vorzugsweise an der holländischen Küste. Mittlerweile zu Wohlstand gekommen, langweilt er sich beträchtlich und nimmt ohne Zögern aber auch ohne große Begeisterung den Ermittlungsauftrag seines alten Freundes Rendorf an. Er hält die Morde an zwei Geschäftsleuten für die Tat eines geschäftlichen Konkurrenten bis er herausfindet, dass alles bereits in einem Konzentrationslager seinen Anfang genommen hat und weitere Morde geschehen.
Wir haben wieder einen spannenden Plot, der seinen Ursprung im Krieg hat. Etwas störend wirken die Nebenstränge, wie der „Trittbrettmörder“ und das Intervenieren der Neonazis, aber ansonsten ist auch dieser Roman pures Vergnügen. Der Figur des Anwalts Rendorf (eine Mischung aus James Bond und Rambo) wurde mehr Raum gegeben. Er stellt ein perfektes Gegengewicht zu Schmidt dar. Auch dieses Mal sind es besonders die Formulierungen und kleinen Randbemerkungen der Hauptfigur, die das größte Vergnügen bereiten. Dabei sei auf die Stelle verwiesen, an welcher Schmidt eine Leiche findet und die Spuren seiner Anwesenheit beseitigt.
Davon möchten wir gern mehr lesen.
***** KBV Verlag 9,50 Euro
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