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Ausgebrannt
Stellen Sie sich vor, der Liter Superbenzin würde über 4 Euro kosten. Ein Albtraum? Ja. Bloß wäre es erst der Anfang. Denn das Ölzeitalter wird nicht erst mit dem letzten Barrel enden. Es endet, sobald mehr verbraucht wird, als gefördert werden kann. Und dieser Moment ist näher, als die meisten ahnen. Das Problem: Niemand hat einen Plan für die Zeit danach. Auch Markus Westermann weiß von all dem nichts, als er es endlich in die USA geschafft hat und mit seiner Karriere voll durchstarten will. Als er Karl Walter Block kennen lernt, sieht er seine Chance gekommen. Der alte Öltechniker behauptet, dass in den Tiefen der Erde noch genug Öl für die nächsten tausend Jahre schlummert – und dass nur er die Methode kennt, wie man es findet. Er braucht nur noch einen kompetenten Geschäftspartner.
Es geht schleichend, ein Ölfeld fällt aus, daraufhin eine Explosion in einem Saudiarabischen Ölhafen und ganz langsam bricht die Weltwirtschaft zusammen. Das Geniale an Eschbach ist, dass er nicht mit dem drohenden Finger auftritt, er beschreibt einfach ein mögliches Szenario, wie es sich im Alltag abspielen könnte. Plötzlich ist einfach kein Öl mehr da... und nun. Geschickt und detailversessen schildert Eschbach eine Zukunft, die schon morgen Realität sein könnte. Ein Buch, dass einem von Seite zu Seite neue Schauer über den Rücken treibt. Schon vor zehn Jahren dachte man darüber nach, was passiert, wenn der Liter Benzin 3 DM kostet, heute ist das Realität.
Eschbach wehrt sich dagegen, die Antwort auf unsere Petro-Zukunft zu kennen, er skizziert einen möglichen Weg und er zerstört uns die Hoffnung auf eine bequeme Zukunft. Ein genialer Erzähler, ein fantastisches Buch.
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