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Akif Pirincci

Akif Pirincci

Es gibt immer noch Superstars der deutschen Krimiszene, die wir nicht vor der Kamera hatten. Zu diesen zählt natürlich auch Akif Pirincci.

Natürlich recherchieren wir über jeden unserer Gäste und alles, was wir im Vorfeld hörten, war, dass er als schwierig galt. Klar, dass dadurch unser Ehrgeiz ganz besonders angestachelt wurde.

Als er ins Studio kam, erwiesen sich alle Informationen als falsch. Zum ersten Mal wurden wir an diesem Abend mit einem Autor konfrontiert, der von seiner Arbeit besessen ist.

Es war kein Interview in eigentlichen Sinne. Akif Pirincci erzählte und wir hörten fasziniert zu. Er erzählte die Geschichte eines Jungen, der nach Deutschland kommt und beseelt ist von dem Wunsch, in den Medien zu arbeiten. Er opfert dafür eine Menge, wird aber auch auf der anderen Seite mit dem Erfolg dafür belohnt.

Bei allem was Akif Pirincci anfängt, ist er mit hundertprozentigem Einsatz dabei. Er schaltet, den Eindruck konnten wir gewinnen, dabei sämtliche Störquellen aus.

„Sie wollen eine ganze ¾ Stunde nur mit mir füllen?“ Das war seine Frage im Vorgespräch. „Ist diese ¾ Stunde etwa schon vorbei;“ war seine Bemerkung nach der Sendung.

Wie so oft, bei unseren  Sendungen, waren 45 Minuten viel zu wenig um sich einem so facettenreichen Schriftsteller wie Akif Priincci zu nähern.

 

Infos aus dem Krimilexikon

 

Pirincci, Akif

 

BIOGRAPHIE: 1959 in Istanbul

Akif Pirincci kam 1969 im Alter von neun Jahren nach Deutschland. Er schrieb bereits mir 16 Kurzgeschichten und Hörspiele. Später verbrachte er vier Jahre an der Wiener Film- und Fernsehakademie und schrieb als Auftragsarbeiten Drehbücher, die selten realisiert wurden.

Seinen grossen Durchbruch hatte er nach der jugendlichen Lovestory TRÄNEN SIND IMMER DAS ENDE schließlich mit dem ganz aus der Sicht einer Katze erzählten Krimi FELIDAE, mit dem er die Beststellerlisten eroberte. Mit den Nachfolgeroman FRANCIS versuchte er, den Erfolg zu wiederholen. 1994 waren FELIDEA und FRANCIS nach Verlagsangaben bereits in 17 Sprachen übersetzt und mehr als 2 Millionen Mal verkauft. Pirincci blieb später mit DER RUMPF und YIN seinem Hang zu außergewöhnlichen bis absurden plot-Konstruktionen treu. In DER RUMPF geht es um einen Behinderten, der die Manipulation seiner Mitmenschen Morde begeht, in YIN um einen Virus, der alle Männer tötet, so daß das Schicksal der Erde auf den Schultern von Frauen ruht.

 


KRIMINALROMANE:
1989 Felidae (Goldmann 9298) OA
1992 Der Rumpf, Goldmann, HC OA
1993 Francis - Felidae II, Goldmann, OA HC
1999 Cave Canem - Felidae III, Goldmann, OA HC

 


ANDERE BÜCHER:
1980 Tränen sind immer das Ende (Goldmann 6380)
1997 Yin, Goldmann, OA HC

 


FUNK:
1993 Felidae (Hörspoel-Bearbeitung: Thomas Hackenberg) 2 Teile 51 und 54 Min, WDR, Regie: Klaus Dieter Pittrich

 


KINO:
1993 Felidae (BRD, Farbe, 81 Min, Drehbuch: Martin Kluger und Akif Pirincci nach dem gleichnamigen Roman von akif Pirincci, Regie: Michael Schaack) Zeichentrickfilm, Stimmen von Ulrich Tukur, Mario Adorf und Klaus Maria Brandauer

 


Literatur über Akif Pirincci:
Jan Feder: Detekive kommen auf leisen Sohlen, FOCUS, München, Heft 45/93
Barbara Supp: Der Krüppel als Killer, Spiegel 6/92 (Portrait)
Dana Horakova: Akif Pirincci: Er schrieb den wunderbaren Katzenkrimi, BILD 23.9.1993
Interview: Lassen Sie uns über Geld reden, Süddeutsche Zeitung MAGAZIN, 1994
N.N.: Akif Pirincci inszeniert die Beichte eines Ungeheuers, Buch aktuell, Frühjahr 1992
Peter Dickmeyer: Krimi-Bestseller Felidea, Insider, Mühlheim, Frühjahr 1990
Peter Dickmeyer: Katzen sind bessere Menschen, Düsseldorfer, Düsseldorf, Heft 2/90, auch in: MARABO, Bochum, Heft 2/90

Weitere Literatur (zusammengestellt von Bettina Hatheyer):
-Schmidt, Jochen: Von Katzen und Killern. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.9.1989.
-Kramer, Brigitte: Die Vertreibung aus dem Paradies. In: Suddeutsche Zeitung, 22./23.2.1992.
-Tschapke, Reinhard: Ein Kater macht Stimmung. In: Die Welt, 4.9.1993.
-Pannes, Beate: Erfolg auf leisen Pfoten. In: Buchmarkt, 1/1994.
-Rauber, Heiko: Die Katze: Das literarische Tier des Jahres. In: Bunte, 10.2.1994.
-O.A. Interview: Lassen Sie uns uber Geld reden. Suddeutsche Zeitung, Magazin, 22.7.1994.
-Klabacher, Heidemarie: Morder mausen. In: Librojournal, 11/1994.
-Parsons, Fatima: Millionen mit Mietzen. In: Gala Nr. 47, 17.11.1994.
-O.A.: Jagen und toten. In: Der Spiegel, 44/1994, S. 109.
-O.A.: Die Diktatur der Lesbe. In: Der Spiegel, Nr. 48, 24.11.1997.
-Joachim-Meyer, Sandra: Ein Virus bedroht die Menschheit. In: Neue Osnabrucker Zeitung, 17.1.1998.
-Heinrich, Karin: Ein globaler Tod oder: Alle Macht dem Weibe. In: Oldenburgische Volkszeitung, 23.1.1998.
-Gangloff, Tilmann P.: Welt ohne Manner. In: Sudkurier, 6.6.1998.
-Jerichow, Regina: Wenn Kater Francis vorbeikommt. In: Nordwest Zeitung, Nr. 190, 17.8.1999.
-Dattenberger, Simone: Wie Hund und Katz'. In: Munchner Merkur, 7.9.1999.
-Bartmann, Erla: "Literatur muss nicht glaubhaft sein, nicht realistisch". In: Mannheimer Morgen, 9.9.1999.
-Joachim-Meyer, Sandra: Samtpfote streift durch das Revier. In: Neue Osnabrucker Zeitung, 18.9.1999.
-Kemper, Hella: Auf den Hund gekommen. In: Neue Westfalische, Nr. 244, 19.10.1999.

 

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